Katrin Helbig
Katrin Helbig

Leitung Technischer Fachhandel

Sie haben Fragen zum Thema Technische Folien, Laminate und Verwendung? Ich berate Sie gern zu diesem Thema.

Unter einer Folie versteht man heutzutage meist ein sehr dünnes Metall- oder Kunststoffblatt.
Als Laminat bezeichnet man im Allgemeinen einen Werkstoff oder ein Produkt, das aus zwei oder mehreren flächig miteinander verklebten Schichten besteht. Diese Schichten können aus gleichen oder unterschiedlichen Materialien bestehen.

Hinweis: Unsere Laminate haben nichts mit den Fußbodenbelägen zu tun.
Unser Portfolio umfasst als einen Baustein die technischen Kunststoff-Folien, die vor allem als Isolierfolien Verwendung finden. Da die Folienhersteller ihre Folien überwiegend in reiner (also nicht-selbstklebender) Form anbieten, haben wir uns u.a. darauf spezialisiert, diese Folien entsprechend Kundenwunsch selbstklebend auszurüsten (zu laminieren). Dafür stehen verschiedene Klebstofffilme in unterschiedlichen Stärken sowohl für hochenergetische als auch niederenergetische Oberflächen zur Auswahl. Die so entstehenden Laminate können in unserer Fertigung entsprechend Kundenwunsch zeichnungsgerecht mit verschiedenen Bearbeitungsvarianten (Laser, Plotter, Handstanzungen) konfektioniert werden.

Beispiele für unsere lagerhaltigen Folien sind:

  • Polycarbonatfolie (PC), bekannt als Lexan, Makrofol, u.a. mit Streuadditiven
  • PP-Folie: Formex 
  • Mehrschichtisolierstoffe wie Trivoltherm N80 Dicke 0,48mm und Trivolton HP-4020,
  • PET-Folie: Autotex, Mylar A

Die genannten Materialien stehen teilweise in unterschiedlichen Stärken bis max. 1mm zu Verfügung. Außerdem verfügen viele dieser Folien über eine UL-Zulassung. Wir beziehen unsere leitfähigen Materialien von namhaften Herstellern wie Laird, MTC, Bergquist, Kerafol, aber auch Kunze, Fischer usw..

Neben den Isolierfolien haben wir uns in den letzten Jahren verstärkt auch den Wärmeleitfolien und elektrisch leitfähigen Folien zugewandt. Diese werden in Zeiten der Miniaturisierung immer wichtiger, um die empfindliche Elektronik in den Geräten zu schützen.

Wir sind Ihr kompetenter Berater, wenn es um die Auswahl des richtigen Produktes für Ihren Anwendungsfall geht. Und ist das geeignete Produkt gefunden, fertigen wir für Sie auch hier gern die passenden, zeichnungsgebundenen Zuschnitte in der von Ihnen benötigten Menge daraus. Und dabei spielt es kaum eine Rolle, ob Sie für den Prototypenbau nur kleinste Mengen oder für die Serienfertigung größeren Bedarf daran haben – wir garantieren Ihnen einen schnelle und fachgerechte Ausführung der benötigten Artikel an.


Technische Folien, Laminate und ihre Anwendungsbereiche

Technische Folien werden für viele Anwendungen benötigt. So werden spezielle Oberflächenschutzfolien in vorwiegend transparenter oder leicht eingefärbter Farbe auf empfindliche Flächen von Bauteilen, Baugruppen und Geräten aufgebracht, um Beschädigungen beim Transport zu verhindern. Die Schutzfolien haben eine Dicke im Bereich von ca. 40 bis 300 Mikrometer. Die Schutzfolien bestehen vorwiegend aus Polyethylen, PVC, PET, PP und Polyester. Als Klebstoff wird oft ein schwachhaftender Acrylatfilm aufgebracht, der eine sichere Haftung auf der Schutzfolie bzw. auf der zu schützenden Oberfläche realisiert. Wichtig ist in den meisten Fällen, dass ein schnelles rückstandsfreies Entfernen im gesamten Zeitraum, den der Hersteller vorgibt, möglich ist. In der Regel wird die Oberflächenschutzfolie konfektioniert, d.h. es wird die Kontur der zu schützenden Oberfläche ausgestanzt bzw. geplottet. Um eine schnelle Montage bzw. ein schnelles Entfernen zu ermöglichen, wird die Kontur der Oberflächenschutzfolie geringfügig größer hergestellt. Oft wird auch eine Griffstelle an der Oberflächenschutzfolie mit konfektioniert. Bei vielen Anwendungen in der Optik und Elektronik, z.B. beim Smartphone, wo kleine Oberflächen geschützt werden, entspricht die Schutzfolie aus Montagegründen der Objektivfläche. In der Praxis wird oft bei vielen Geräten die Schutzfolien nicht erkannt. Bei der Auswahl der Oberflächenschutzfolie sollte der Acrylatklebstoff auch auf niederenergetische zu schützende Oberflächen seine Funktion erfüllen.
Technische Folien für den Kennzeichnungsbereich gibt es in vielen Ausführungen. So sind für die beispielsweise für die Elektronikfertigung, Automobilbau und Luftfahrt Folien entwickelt worden, aus denen hochbeständige Kennzeichnungsetiketten gefertigt werden. Für bestimmte Anwendungen müssen solche Etiketten auch hohe Temperaturen bis +300°C überstehen. Für die chemische Industrie sind Hochleistungsfolien auf dem Markt, die aggressive Chemikalien aushalten. Die daraus hergestellten Etiketten können mittels Thermotransfer-Farbband Beschriftung beschriftet werden, wobei die Beschriftung gegenüber mehreren Chemikalien resistent ist.
Für pulverlackierte Oberflächen und leicht ölige Oberflächen gibt es PET-Folien, die sehr gute Haftung auf diesen Flächen auf Basis eines speziellen Klebstoffes erreichen. Die Temperaturbeständigkeit beträgt -40° bis 150°C. Die Folien können im Thermodruck beschriftet werden. Anwendungen speziell für Automotiv und Metallverarbeitung.
Neben den technischen Folien werden Laminat-Werkstoffe von uns für Kunden verarbeitet (diese Laminate sind nicht zu verwechseln mit Fußbodenlaminaten). Schwerpunktmäßig werden dabei Isolierlaminate für die Anwendungen in elektrischen bzw. elektronischen Baugruppen und Geräten konfektioniert. Die Fertigung erfolgt mit Hubstanzen, Laserbearbeitung und Flachbettplotter. Die Laminate können zusätzlich selbstklebend ausgerüstet werden, um eine zusätzliche Fixierung  in der Baugruppe/Gerät zu ermöglichen.
Prinzipiell laminieren wir nichtklebende Folien mit anderen nichtklebenden Folien, wobei die Folien entweder aus dem gleichen Material oder aus unterschiedliche Materialien bestehen. Die laminierten Folien können auch zusätzlich mit einem Klebfilm zur Befestigung in einer Baugruppe ausgestattet werden (trifft für ein laminiertes Bauteil zu). Für Kunden, die in der Gerätefertigung Kunststoffgehäuse herstellen, bei denen noch zusätzlich Gehäuseteile anmontiert werden müssen, laminieren wir diese Gehäuseteile mit einem Hochleistungsklebefilm. Diese fertigen Teile werden dann beim Kunden montiert.
Das Laminieren kommt auch zur Anwendung, wenn bestimmte Materialien nur in einer begrenzten  Stärke geliefert werden können. In diesem Fall werden dann zuerst mehrere Schichten übereinander laminiert und anschließend die gewünschte Kontur ausgestanzt oder geplottet. Wichtig ist hierbei die Klebstoffauswahl bzw. der Klebstofffilm.